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2008 - Das Jahr des Frosches

 

Amphibien sind ein wichtiger Teil des globalen Ökosystems, sie fungieren als Indikatoren für einen intakte Umwelt. Sie sahen die Dinosaurier kommen und gehen, aber heute nach mehr als 360 Mio. Jahren ihres Bestehens sind ein Drittel bis zur Hälfte aller Amphibienarten vom Aussterben bedroht!


Die aktuelle Gefährdung geht von einer Pilzerkrankung aus, verursacht vom Chytridpilz - Batrachochytrium dendrobatidis, der Amphibien befällt und rasch zum Tod der Individuen führt. Von der Stelle, wo der Pilz eingeführt wird, verbreitet er sich wellenförmig etwa 28-100 km pro Jahr und vernichtet häufig ganze Amphibiengemeinschaften. Wo er gedeiht, kann erwartet werden, dass 50 % der Arten und 80 % der Individuen in einem Jahr verschwinden. Er kann in der Natur nicht aufgehalten werden, und er überdauert eine unbekannt lange Zeit, selbst wenn die Amphibien verschwinden.
Aber auch Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und Pestizide setzen den Amphibien sehr zu. Amphibien haben eine ähnliche Funktion wie die „Kanarienvögel in der Kohlenmine“: sie sind die ersten Arten, die auf Umweltstress reagieren. Ihr Verschwinden kann als Warnung für andere Arten gelten, auch für den Menschen.

Aus diesem Grund haben alle Zoos der Welt, Aquarien und Umweltschutzorganisationen 2008 zum „Jahr des Frosches“ erklärt. In einer global koordinierten Kampagne soll das Bewusstsein und das Verständnis der Öffentlichkeit für die Amphibienaussterbekrise geweckt werden.

Hauptziele der Kampagne sind:

  • Die Öffentlichkeit zum Schutz der Amphibien zu verpflichten und finanzielle Unterstützung für die Aktivitäten zu gewinnen.
  • Partnerschaften zwischen Zoos, Aquarien, Botanischen Gärten, Privatpersonen und öffentlichen Instituten (Universitäten etc.) weltweit herstellen, um das globale Überleben der Amphibien zu sichern.
  • Geld, um die ex situ-Aspekte des ACAP (Amphibian Conservation Action Plan) durchzuführen.
  • Wege aufzeigen, durch die die Öffentlichkeit positive Beiträge zum Artenschutz mittels Aktivitäten im täglichen Leben leisten kann.

 

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